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10.11.15 - Trassen-Baubericht (mit Nachtrag)

phoca thumb m trasse 0006Hier eine Beschreibung zum Bau der Gleise/Trasse

 

 

Hier eine Galerie mit allen Bildern zum Trassenbau und -betrieb!

 

Trassenplan

 

TrassenplanDie Strecke sollte vom schon vorhandenen Lokschuppen in der Nähe des Kompost zur 2. Hütte verlaufen, vorbei am Gewächshaus und dem Hochbeet. Also habe ich das Grundstück mehrmals vermessen und in ein CorelDRAW Dokument eingezeichnet. Dort habe ich auch die Schienen alle konstruiert und dann damit rumgespielt, bis es mir zusagte. Beim Verlegen später haben sich aber dann noch Änderungen ergeben. In der letzten Version des Plans liegen die Schienen nun um Eininges anders wie am Anfang. Man vermisst sich halt doch immer mal wieder. Vor allem, wenn etwas schon maximal bebaut und bepflanzt ist. Als Material habe ich mich nach einiger Recherche im Internet für Schienen aus gewalztem Flachstahl entschieden. Das erschien mir als die günstigste Variante. Außerdem ist der Flachstahl schon ein bisschen rund an der Stelle, wo der Schienenkopf ist. Schweißen konnte ich ja ein bisschen oder sollte man es bruzzeln nennen?! Die Schienen sollten nur gelegt werden ohne Gleisbett, damit man sie jederzeit entfernen kann. Sie werden auch nur mit Riegeln aus Flachstahl 10x3x100mm mit jeweils 4 Schrauben auf jedem Schienenstrang verbunden. Das hat sich als ausreichend erwiesen.

Oben seht Ihr den Ausschnitt des Plans, den es auch als PDF-Datei gibt: Dietersbahn_Trasse_2014.pdf

Auf der Seite "Technische Daten" findet Ihr Angaben über das Material und die notwendigen Gleise (Geraden, Kurven).

 

 

Gleis-Schablone aus ESB-Platten

 

Gleis-Schablone aus ESB-PlattenHier seht Ihr die Kurvenschablone für eine volle 2m-Kurve mit Radius 480cm.

Dazu habe ich eine ESB-Platte in den Rasen gelegt und in geeigneter Entfernung einen großen Nagel eingeschlagen.
Dann habe ich mit einer Schnur am Nagel in 480cm Entfernung auf der ESB-Platte die Mittellinie der Gleise angezeichnet.
Drüber und drunter gerechnet habe ich den die innere und äußere Linie mit dem Bleistift am Faden nachgezogen.
Das war allerdings ein bisschen ungenau und deshalb habe ich es noch mit einem Lineal genau rausgemessen, sodaß die Spurweite in Ordnung war.
Mit der Stichsäge habe ich dann das Teil an der inneren und äußeren Linie abgesägt und mit den Rändern deckungsgleich auf die zweite ESB-Platte mit Spax-Schrauben befestigt. Auf die Schablone habe ich dann noch Markierungen für die Schienenlängen und die Lage der Schwellen aufgebracht. Nun konnte es schon losgehen mit dem Festspannen der Schienenprofile und Schwellen. Beide bestehen jeweils aus Flachstahl 10x20mm für die Schienen und 10x25mm für die Schwellen. Den Flachstahl für die Schienen habe ich in 2m Stücken und den für die Schwellen in 1,5m Stücken bestellt, abgestimmt auf die Schnittlängen. Damit ich ihn ins Auto bekommen habe.
Ich habe möglichst immer eine ganze Kurve oder Gerade gemacht und die Schwellen dann so verteilt angeschweißt, daß ich sie entsprechend für kürzere Kurvenstücke zerteilen konnte und die Verbindungsriegel noch Platz fanden an den Enden.

 

 

Schweißen der Schienen

 

Schweißpunkte unten setzenAuf dieser Gartenbahn-Seite hatte ich auch gelesen, dass man die Schienen nur von unten Schweißen soll, weil sie sich sonst sehr stark verziehen würden. Ich habe diesen Rat befolgt!

Ab und zu sind die ESB-Platten/-Schablonen ein wenig in Brand geraten, dann musste ich mit ein wenig Wasser löschen.

Die Schienen und die Schablone haben das aber sehr gut weg gesteckt.

Da ich die Schienen und Schwellen mit der Flex vorgeschnitten hatte, konnte ich sehr schnell alle Schienen schweißen.

In Summe würde ich sagen in einem Tag!

 

 

Probelegen

 

Probelegen der GleiseAls die Schienen nun fertig geschweißt waren, habe ich sie alle einmal ausgelegt. Da zeigte sich dann sehr schnell, daß einige Schienenstöße noch nicht gleichmäßig genug, die Kurvenendstücke noch ausgerichtet und die ein oder andere Schiene doch woanders hinkam. Wie eben oben beschrieben...mehrere Streckenpläne.

Aber irgendwann ist man fertig und kommt zum nächsten Arbeitsschritt...dem Bohren der Schienen und Verbinder.

 

 

Bohren der Schienen

 

Bohren der SchienenDas stellte mich am Anfang vor Probleme. Wie spanne ich die Schiene so ein, daß ich anzeichen, körnen, bohren und entgraten konnte? Nun ich bohrte ein Loch in die Decke, drehte einen Dübel mit dickem Haken rein. Dann nahm ich eine Kette mit Karabinern und somit konnte ich links die Schienen aufhängen und rechts auf dem Bohrtisch aufsitzen lassen. Man kann mit der Kette die Höhe richtig gut einstellen und dann in Ruhe bohren etc.!

Da war ich einen halben Tag beschäftigt.

 

 

Verbinder bohren und anpassen

 

Schienen-VerbinderDas war zugegebenermaßen das nervigste an den ganzen Schienen. Bei 15 Gleisen hast du 30 Verbinder. Ein paar mehr als Reserve kann nicht schaden. Ich habe nämlich nicht alle so hingebracht, wie ich es gern gehabt hätte.

Vermutlich liegt es an meinem mangelnden Können und/oder an meinen Werkzeugen. Eher das erste vermute ich.

Die Löcher passten oft icht ganz genau und ich habe dann immer so um einen halben Millimeter aufgebohrt und dort auf dem Keller-Teppich 2 oder mehr Schienen zusammengeschraubt. Damit ich wußte ob es jetzt passt!

Schlußendlich hatte ich es geschafft nach einem ganzen Tag. Puh!

 

 

Ein Prellbock darf nicht fehlen im Lokschuppen

 

PrellbockIrgendwann ist mir dann noch siedendheiß eingefallen, daß meine Lok wahrscheinlich den Lokschuppen mit Ihren ca. 160kg locker wegschiebt, wenn ich nicht rechtzeitig bremse. Also noch schnell auf das ein Meter lange Lokschuppe-Gleis mit 20mm Winkelstahl einen Prellbock draufgeschweißt und ein Holz hingeschraubt. Den Prellbock habe ich im Übrigen schon ein paar mal gut brauchen können ;o)!

 

 

 

Endlich fertig!

 

Trasse betriebsbereitDie Trasse ist betriebsbereit und liegt jetzt schon einige Zeit rum. Da der Zunder noch auf dem Stahl ist vom Walzwerk, hält sich der Rost noch in Grenzen. Am Übergang von der Wiese zum Pflaster kann ich die Schienen ebenfalls trennen.

So kann ich die, die im Weg liegen einfach abbauen und in der Hütte senkrecht lagern. Ich sichere sie mit einem Spanngurt, weil wenn die ins Kippen kommen, geht man besser ganz schnell zur Seite. Unfallgefahr!

Nun konnte ich auch meine Lokomotive "Olga" (LKM Ns2) endlich aus dem Werkstatt-Keller holen, um sie zu komplettieren (Gewicht!!!) und mal eine Probefahrt wagen.

Das seht ihr in einem anderen Bericht hier auf dieser Website!

 

 

Nachtrag

 

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Nachdem es ein bisschen Klagen gab wegen der auf dem Pflaster liegenden Schienen (Stolperfalle für Mensch und Hund), haben wir vereinbart die Schienen im Bereich des Pflasters mit Schotter (16/22) und Lerchenholz zu versenken. Im Bereich des Rasens nur mit Schotter (16/22) und hinten in der Kurve zum Lokschuppen in einer kleinen Holz-Terasse (Haltepunkt "Feierabend"). Die kleine Terasse ist im Schienenbereich auch mit Lerchenholz und die anschließende Mini-Terasse mit Douglasie belegt. Selbstverständlich mit ordentlicher Unterkonstruktion. Nun kann man da im Sommer schön sitzen, der Zug kann dort halten und weder Mensch noch Tier verletzen sich daran. Eine gute Lösung wie ich finde.

Hier eine Galerie mit allen Bildern zum Trassenbau und Betrieb!

 

Aktuelle Störungen

achtungDerzeit sind einige Bilder(-Galerien) im alten Format und nicht so optimal mit mobilen Endgeräten darzustellen. Leider verzögert sich die Korrektur aufgrund Zeitmangel!

Streckenzustand

asig hp00


Kein Fahrbetrieb

 

 

 

 

 

 

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